Optimieren oder Akzeptieren?

Perfektionismus ist nur die High Fashion Variante der Angst. Angst durchgestylt von Kopf bis Fuß, makellos bis zur Bewegungslosigkeit drapiert. Und hinter der teueren Sonnenbrille versteckt sich ein panisch wacher Blick, der sagt „Was, wenn ich noch immer nicht genügen kann?“ Was wir am meisten an uns hassen, sehnt sich in Wahrheit nur nach Liebe. Schönheitsideale, Erwartungen der Familie und blinder Ehrgeiz greifen in unserer Leistungsgesellschaft mehr und mehr um sich. Wir setzen uns selbst unter Druck und behaupten das sei ehrenwert; sehen Stress als Zeichen für Bedeutsamkeit und romantisieren mit „Leidenschaft“, was Leiden schafft.
„Reiß dich zusammen!“, sagt die Angst. „Mach dich nicht lächerlich!“ „Versteck gefälligst deine Fehler!“ Wie Oberbefehlshaber treiben wir uns selbst. Wo hat hier Selbstliebe ihren Platz? Dieser Teil in Dir, der  gnädig gelassen bleibt. Diese Haltung hast auch Du; diese Stimme eines Freundes, die Du nur all zu oft überhört hast. Wir hielten diese Selbstgnade für egoistische Aroganz, dabei ist sie unser Geburtsrecht, unsere wahre Natur. Guter Wille lässt Liebesworte leer. Nur dort, wo ich mich aufrichtig liebe, kann ich auch andere aufrichtig lieben. Der Weg von Angst zu Liebe scheint weit, doch als erster Schritt genügt die demütige Frage: Was würde die Liebe sagen? Durch welche Augen würde sie meine verhassten Makel sehen? Der Verstand wird Widerworte parat haben, aber warte geduldig auf jene Antwort, die von Innen kommt.

XOXO 

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