Deine Welt

Es gibt unzählige Welten da draußen, aber auch da drinnen. Jeder Einzelne: Eine ganz eigene Welt. Ein eigenes Universum. Ich habe die heilsame Wirkung erfahren, meine ungeliebten Anteile anzunehmen: „Auch ihr seid ein Teil von mir“ und gleichzeitig zu erkennen „Ihr seid NUR ein Teil von mir.“ Wer seine eigene Pluralität erkennt und anzunehmen lernt, der

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Masken

Die Nacht lässt mich fragen,

warum wir immer wieder Masken tragen?

Das Dunkel macht sie entbehrlich,

macht Gesichter wieder ehrlich.

Doch morgen ist da ein neuer Tag.

Ein neuer Tag, der Altes fragt.

Ein Neuer Morgen, so hell und stark,

dass ich die Maske vielleicht abzulegen wag‘. 

llustration by Javier Rubín Grassa)

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Land in Sicht!


Stürmische Zeiten. Wenn dunkle Wolken über mir sind, liegt es an mir zu erinnern, dass ich dahinter immernoch dieselben Lichter find. Was bestimmt den Kurs? Rückenwind oder Gegenwind?
Wir sind aus Körpern, aus Organen, Molekülen und Atomen. Und Atome sind aus Teilchen und Diese sind aus Energie. Auch Gedanken sind aus Energie. Deine Aufmerksamkeit, wie ein Steuerrad, kann diese Energie lenken. Aktiv und konstruktiv, aber auch passiv und destruktiv. Du kannst dein Schiff in die Felsen lenken, aber genauso in die Morgendämmerung. Lass Emotion dein Kompass sein.
Leben geht nur vorwärts. Aber wenn jeder Schritt vorwärts in die immerselben

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Partycrash

(illustration: Jav Rubin)
(illustration: Javier Rubín Grassa)

Kind und Jugend stillgelegt wie eine Fabrik, wird ungenutzter Raum jetzt zum Place To Be. Feierwütige Gäste halten Einzug in die kalte Halle und wollen Party wie immer und noch nie.

Ohne Perspektive und Agenda baden sie im zerfärbten Licht und konventionslosem Krach. Kein Morgen bestimmt den Rhythmus und das Lied, alles lässt sich treiben vom melodischen Wellengang im Beat. Sie wollen erstmal keine Antworten, nur vergessen, was sie nicht wissen. Leere, die sich mit Tänzen füllt, die schon morgen wieder vergessen sind. Ins Vakuum zwischen Alt und Neu strömt alles Zerstreute, Partikel, Fragmente, was auch immer ziellos sucht ohne Anfang und Ende. Jeder Schritt wirbelt es auf, das für und wieder, Glitzer und Staub.

Die bunten Birnen durchgebrannt, die Stimmen heiser gejubelt, und die Schuhe völlig durchgetanzt. Die Party verlassen schafft nicht jeder. Grelles Morgenlicht schimmert durch den Schmutz der hohen Milchglasscheiben. Erst noch vorwurfsvoll, dann wie geöffnete Arme. So unsicher, so erschreckend echt wird alles im Licht des Tages. Müde Augen blinzeln ins beißende Licht. Klamotten riechen nach Rauch und Schweiß. Die ersten Vogelstimmen erobern die Stadt zurück und da is er wieder, der mahnende Traum vom Glück. Funkelten sie im Dunkeln noch wie Diamanten sind die Scherben der Feierei nur noch gebrochene Gebilde auf kaltem Asphalt.

Aber diese Leere, sie war gut zu mir. In ihrem Nichts durfte ich ein träumender Niemand sein. Und nur ein träumender Niemand erkennt sein Jemand, wenn er vor ihm steht. Wie kaputte Freunde ließen wir uns sein, was wir waren, frei von Sorgen, glitzernd gebrochen, zwischen gestern und morgen. Hier trennen sich unsere Wege nun. Mach es gut, Freund. Es ist Zeit für Abschied, für ein gänzlich neues Lied. Ein Lied das meinen Tanz nicht länger treibt, sondern sich für meinen Tanz erst schreibt.

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Segel Setzen

Es ist Zeit, Hammer und Hobel niederzulegen, es ist Zeit sich ganz dem Winde hinzugeben,

Es hat die Zeit gegeben ein Schiff zu bauen, es kommt nun die Zeit seinem Bau zu trauen, den knarzenden Dielen und wankenden Masten, den Flächen der Paddel, dem Abwurf der Lasten,

Es ist Zeit, Hammer und Hobel niederzulegen, es ist Zeit sich ganz dem Winde hinzugeben.

Das grad gebaute Schiff, wie es trifft auf die See, seinen Hafen verlässt, das was ich nun versteh, Der Kiel schneidet erstmals Gewässer in zwei, sticht ein in das Glatte, schiebt Wellen vorbei,

Der Rumpf taucht ein in die Wogen der Welt, in die tobenden Schäume vom träumenden Held.

(illustration: Jav Rubin)
(illustration: Javier Rubín Grassa)

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