Augen sind nutzlos für das blinde Herz

Ahoi! Wir schauen sie an: Die Blinden, Kranken und die Amputierten. Mit gönnerhaftem Mitleid schütteln wir den Kopf: „Nichts für Ungut; so könnte ich nicht leben!“ Und so tragen uns unsere Beine jeden Morgen zu einem Job, den wir hassen. So schauen wir den ganzen Tag auf einen Bildschirm, statt in geliebte Gesichter. So hören wir lieber Sensationen als die Sorgen eines Freundes. Und so schimpfen wir lieber über unseren Chef als unsere Kollegen zu loben. Augen sind nutzlos, wenn das Herz erblindet. Beine sind nutzlos, wenn Neugier amputiert ist. Ohren sind nutzlos, wenn Nächstenliebe taub geworden ist. Und der Mund ist nutzlos, wenn die eigene Wahrheit verstummt. Und so manch einbeiniger Blinder schüttelt darüber stumm den Kopf. Denn nichts für ungut, aber so könnte er nicht leben!

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Meister von Nichts…


Experten, Meinungsführer vom Besserwisser bis zum Klugscheißer. Viele identifizieren sich mit ihrem Wissen, statt mit ihrer Präsenz; dem Teil, der erst den Weg zu großem Wissen ebnen konnte. Wenn wir scheitern, versuchen wir es stur nochmal, statt unser Scheitern als Lehrer zu begreifen. Am meisten lerne ich, wenn ich mir erlaube nichts zu wissen. Dann bin ich offen, dann komme ich mit einem leeren Gefäß bereit zu empfangen. Selbst, wenn ich meine, alles verstanden zu haben, begebe ich mich

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