Wie fühlt sich Würde an?

Ahoi! ☀️ Die Osterzeit hat ihren Ursprung in der Idee von Auferstehung, von überwundenem Leid. Statt traditionell und konkret christlich, will ich das ganze mal persönlich und abstrakter betrachten: Wie überwinden wir unser Leid?Wir alle erinnern uns an Momente, in denen wir uns selbst, oder von anderen, klein gemacht wurden; die unsere Würde verletzt haben. Aber warum Würde nur erkennen, wenn

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Wie neu geboren…


Identitätsangst; Ich habe mich selbst damals verloren, aber dadurch blieb mir keine Wahl und ich wurde neu geboren. „Ich fühl mich wie neu geboren.“ Das sagen wir normalerweise nach einem Schaumbad oder einem ausgiebigen Nickerchen. Wir meinen damit, dass wir befreit sind von alten Lasten und, dass wir erholt mit neuer Kraft voranschreiten können. Wie neu geboren halt. Aber sein wir mal ehrlich; Neugeborene machen in Wahrheit

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Sei mal ein Niemand…

(by Jav Rubin)
(Illustration: Javier Rubín Grassa )

ahoi

Hat dir auch schonmal jemand prophezeit, wer oder was du werden solltest? Wenn uns eine gute Freundin mit einem berührenden Ständchen von ihren Gesangqualitäten überzeugt, dann würden wir sie für gewöhnlich mit leuchtenden Augen anschauen und ihr raten: „Du solltest Sängerin werden!“ – Sie sollte Sängerin werden?! – Was war sie, als sie gerade eben für uns gesungen hat? Eine Jukebox? Glauben wir tatsächlich, die Welt da draußen, Dieter Bohlen oder sonst wer müsste darüber entscheiden, ob unsere talentierte Freundin sich „Sängerin“ nennen darf.

Ich selbst fühlte mich oftmals wie ein großes Fragezeichen, das vor anderen so tun muss, als sei es ein Ausrufezeichen. Das macht die Zwanziger wohl aus. Identitätsfragen; was wird mich in dieser Welt mal ausmachen? Aber auch die Außenwelt würde das gern klar definiert haben. Denn dann ist man brav berechenbar. Einen Jemand kann man besser kontrollieren, als einen selbsternannten Niemand. Aber wo hat da Neugier ihren Platz? Wo das Mutige Ausprobieren? Und wo begegnen wir da noch dem Mysterium im Werden?

Ich nutze gerne soziale Medien und bin sehr dankbar, dass es sie gibt. Gleichwohl lässt sich nicht leugnen, dass Likes, Follower und Selfies einen Narzissmus befeuert haben, der uns, rein menschlich, dann doch oftmals im Wege steht. Wir suchen im Außen eine Identität, die letztlich

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