Waffen gegen Einsamkeit

MutHafen Selbstvertrauen Achtsamkeit Spiritualität

Bin ich wirklich bei dir oder bist Du nur meine Waffe gegen die Einsamkeit? Kämpfe ich nur gegen die immer währende Wahrheit, dass niemand bei mir sein kann, solang nicht auch ich bei mir bin? Ich kenne das Phänomen der Einsamkeit nur zu gut und bin immer wieder überrascht, dass es nichts damit zu tun hat, wie viel Gesellschaft ich von Familie, Freunden und Kollegen habe, sondern damit, wie sehr ich meine ganz eigene Gesellschaft leiden kann. Der Einsamkeit ist es egal, ob ich verzweifelt auf meinem Badezimmerboden liege oder aber auf meinem eigenen Geburtstag tanze; Einsam ist nicht alleine sein; einsam ist nicht gekannt zu werden. Manche haben sich von ihrer Familie nicht gekannt gefühlt, manche von ihrem Partner, manche von ihrer Clique in der Schule. Denn der Erste, der mich erkennen muss, bin ich selbst. Wenn ich dafür blind bin, seh ich nicht, wer mich sehen kann, auch wenn er direkt vor mir steht. Nicht im Club, nicht auf der Party und nicht in den Betten meiner Liebhaber. Erst wenn ich mich kennen darf, kann ich dir erlauben mich (wieder-zu-)erkennen. Wenn Einsamkeit mich heimsucht, dann suche ich das Heim in mir, denn nur dort werd ich wieder Eins mit mir.

Raphael MutHafen Selbstliebe

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Aus der Reihe tanzen

Während alle im gleichen Rythmus marschieren in der Formation, die allgemein gefällt, kann mancher nicht Schritt halten, fällt zurück oder aus dem Rahmen. Doch wie könnte er auch Schritt halten, marschiert er doch zum Klang seiner ganz eigenen Trommel. Hört er doch den Klang des Innen, der Tiefe, die Musik seiner eigenen Seele. Der Seele, wie sie auch im Wind stetig neue Lieder anstimmt. Wie sie im Atem der Meere ihren Takt anschlägt. Die Klänge der Wahrheit sind nur so laut wie es der immerdenkende Geist erlaubt. Vielleicht nur ein Flüstern im Rat eines Freundes, schafft ein Blick in Liebe die hellste Harmonie. Klingt im Krach auch nur ein Hauch von Akkord, das Herz versteht dabei jedes Wort. Es gilt hinzuhören, die leisen Taktanschläge tiefer Träume zu erinnern. Das Aufbäumen kindlich leichter Melodien. Das Grollen prächtig tiefer Töne. Hör nicht mit dem geschulten Verstand, hör mit deinem wahren Wesen. Sie kehren sodann alle wieder, was du bist und bist gewesen, alle deine Seelenlieder.

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Außenseiter

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Sei mal ein Niemand…

(by Jav Rubin)
(Illustration: Javier Rubín Grassa )

ahoi

Hat dir auch schonmal jemand prophezeit, wer oder was du werden solltest? Wenn uns eine gute Freundin mit einem berührenden Ständchen von ihren Gesangqualitäten überzeugt, dann würden wir sie für gewöhnlich mit leuchtenden Augen anschauen und ihr raten: „Du solltest Sängerin werden!“ – Sie sollte Sängerin werden?! – Was war sie, als sie gerade eben für uns gesungen hat? Eine Jukebox? Glauben wir tatsächlich, die Welt da draußen, Dieter Bohlen oder sonst wer müsste darüber entscheiden, ob unsere talentierte Freundin sich „Sängerin“ nennen darf.

Ich selbst fühlte mich oftmals wie ein großes Fragezeichen, das vor anderen so tun muss, als sei es ein Ausrufezeichen. Das macht die Zwanziger wohl aus. Identitätsfragen; was wird mich in dieser Welt mal ausmachen? Aber auch die Außenwelt würde das gern klar definiert haben. Denn dann ist man brav berechenbar. Einen Jemand kann man besser kontrollieren, als einen selbsternannten Niemand. Aber wo hat da Neugier ihren Platz? Wo das Mutige Ausprobieren? Und wo begegnen wir da noch dem Mysterium im Werden?

Ich nutze gerne soziale Medien und bin sehr dankbar, dass es sie gibt. Gleichwohl lässt sich nicht leugnen, dass Likes, Follower und Selfies einen Narzissmus befeuert haben, der uns, rein menschlich, dann doch oftmals im Wege steht. Wir suchen im Außen eine Identität, die letztlich

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