Bruder statt Held

Besonders auf den sozialen Medien versuchen nur all zu viele zu beweisen, warum sie „super“ sind, warum sie Bewunderung verdienen. Meiner Erfahrung nach hat dieses Vorhaben aber einen hohen Preis, denn es dient vor allem dem eigenen Ego und weniger unserer Sehnsucht nach echter Anteilnahme. Aber auch unser Versuch „Held“ zu sein, ständig allen und jedem helfen zu wollen, zerstreut unsere Hilfe oft so sehr, dass sie wirkungslos und unpersönlich bleibt. Zudem geht es dann mehr darum Helfer zu sein, als wahrlich zu helfen. Wir bekommen, was wir geben. Wenn wir nicht mehr von unserer Bühne herabschauen, sondern uns auf Augenhöhe begegnen wie Brüder und Schwestern – erst dann entsteht Verbundenheit, Geborgenheit und Liebe. Dann müssen wir nicht mehr blind versuchen, die Welt zu retten, sondern können uns erlauben unserem Bruder, unserer Schwester endlich ehrlich in die Augen zu sehen. Dann erkennen wir einander und das, was wir wirklich brauchen. Das wiederum rettet wirklich unsere Welt. Dann sind wir echt. Dann wird der Bruder zum echten Held. ✨🙏🏼✨


XOXO

Hier das Visual Statement zum speichern, ausdrucken, teilen, tweeten, regrammen und dergleichen…Brüderlichkeit

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Aus dem Leben gerankt.

„Meinung ist wirklich die niedrigste Form des menschlichen Wissens.“ schreibt ein Typ namens Bill Bullard. „Sie erfordert keine Verantwortlichkeit, kein Verständnis.“ Eben diese Verantwortungslosigkeit, verdirbt mir gerade meinen Quinoa-Salat. Vor mir die Salatschüssel, mein Smartphone, Laptop und eine Ausgabe von „Vegan für blutige Anfänger“. Alles natürlich in Instagram-tauglicher Belichtung. Ich schaue über dieses zeitgeistliche Tischgedeck hinweg auf den soeben eingeschalteten Fernseher: „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“ läuft, eine Hochzeitsdokusoap, in der Bräute gegenseitig den großen Tag der jeweils anderen auseinanderkritisieren. Deichkind hatten vielleicht doch recht: lieber Konkurrenz als Friends (sogar auf der eigenen Hochzeit!) Ich schalte um: Castingshows. Befreit von jeder Würde, mit demütig

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VIREAL

Auf totem Boden aus Einsen und Nullen entsteht ein Garten aus Fantasie.

Pixel bauen ein Haus mit Dach und noch eins und ein Weiteres.

Eine Stadt entsteht und ist ein Zeichen für ein Symbol für die Metapher einer Botschaft über etwas ganz konkret Allgemeines.

Elektrische Schocks durch Kabel in Wänden gesendet von Tasten mit organischen Händen

erreichen dich hier und hier und hier und es liegt bei dir und dir und dir

deine Zeit nicht zu verschwenden in einem Ozean aus maskierter Relevanz.

Der Browser deiner Seele erkennt die Struktur von diesem Code

und weder die Einsen noch die Nullen bleiben nunmehr länger tot.

jav rubin
(illustration: Javier Rubín Grassa)

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