Manchmal brauch es nicht deinen Rat, sondern dein Zutrauen

MutHafen Selbstvertrauen Achtsamkeit Spiritualität

Durch Verständnis kommen wir uns zwar nah, durch Vertrauen aber können wir uns tief berühren. Ich dachte, um jemandem wirklich nahe sein zu können, müsste ich diesen Mensch verstehen. Ich war aufmerksam. Ich hörte zu. Meine eigene Geschichte als Referenz war ich schnell mit einem “Ich verstehe dich.” Manchmal geht es aber nicht darum, das eigene Verständnis zu präsentieren, sondern darum den Raum zu schenken, den sie oder er wirklich braucht. Manchmal bringt uns ein “Ich vertraue dir” näher als ein “Ich verstehe dich”. Im Vertrauen auf den, der du wirklich bist, kann ich einen Raum für Dinge öffnen, die nur Du allein verstehen musst – nicht ich. Ein wahrer Freund, ist der, bei dem ich mich auch mal ehrlich ausdehnen darf. Oft gelang es mir selbst nicht so ein Freund zu sein. Ich habe uns durch gut gemeintes Verständnis getrennt. Gerade als Du dabei warst dich zu entfalten fiel ich uns mit einem “ICH verstehe dich” ins Wort. Und auch, wenn es nicht so fatal erschien, so hab ich deine Seele doch gebremst. Ich habe dich aufgehalten. In einem Moment, in dem es doch nur um dich gehen durfte, wollte ich selbst als verständnisvoll gehört werden. Sicher, auch dieser Wunsch hat seinen Platz, aber dieser Platz war nicht hier. Wo früher Verständnis laut wurde, schweige ich heute im Vertrauen. Wo wir uns früher nur nahe kamen, können wir uns heute tief berühren.

Raphael MutHafen Selbstliebe

 

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