Waffen gegen Einsamkeit

MutHafen Selbstvertrauen Achtsamkeit Spiritualität

Bin ich wirklich bei dir oder bist Du nur meine Waffe gegen die Einsamkeit? Kämpfe ich nur gegen die immer währende Wahrheit, dass niemand bei mir sein kann, solang nicht auch ich bei mir bin? Ich kenne das Phänomen der Einsamkeit nur zu gut und bin immer wieder überrascht, dass es nichts damit zu tun hat, wie viel Gesellschaft ich von Familie, Freunden und Kollegen habe, sondern damit, wie sehr ich meine ganz eigene Gesellschaft leiden kann. Der Einsamkeit ist es egal, ob ich verzweifelt auf meinem Badezimmerboden liege oder aber auf meinem eigenen Geburtstag tanze; Einsam ist nicht alleine sein; einsam ist nicht gekannt zu werden. Manche haben sich von ihrer Familie nicht gekannt gefühlt, manche von ihrem Partner, manche von ihrer Clique in der Schule. Denn der Erste, der mich erkennen muss, bin ich selbst. Wenn ich dafür blind bin, seh ich nicht, wer mich sehen kann, auch wenn er direkt vor mir steht. Nicht im Club, nicht auf der Party und nicht in den Betten meiner Liebhaber. Erst wenn ich mich kennen darf, kann ich dir erlauben mich (wieder-zu-)erkennen. Wenn Einsamkeit mich heimsucht, dann suche ich das Heim in mir, denn nur dort werd ich wieder Eins mit mir.

Raphael MutHafen Selbstliebe

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Fremde Freunde

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Jeder Freund war zuvor ein Fremder. Dieser Tage stecken Kleingeister wie im Mittelalter Häuser in Brand. Um Menschen zu verletzen und zu vertreiben, die ihnen zu fremd scheinen, als dass sie ihr eigenes Mensch-Sein in ihnen erkennen könnten. Die Angst vor der Fremde macht nicht nur blind und unmenschlich, sondern sie ist langfristig auch das selbstzerstörerischste Verhalten überhaupt.

So vieles, was uns einst fremd war, ist heute unser normales Leben. Weißt du noch als dir dein bester Freund noch ein Fremder war? Du wusstest nichts und das war okay. Und weil es okay war, konnten aus Fremden Bekannte werden und aus Bekannten wurden Freunde. Es liegt in der Natur unseres kleinen Verstandes, das Sichere dem Unsicheren vorzuziehen, aber in der Fremde liegt das Neue, und das Neue war schon immer das, was uns zu den fortschrittlichen Wesen gemacht hat, die wir heute sein dürfen. Das Neue war schon immer

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