Trauer ist ein Souvenir der Liebe

MutHafen Selbstvertrauen Achtsamkeit Spiritualität

In unseren dunkelsten Momenten, in Trennungsschmerz und Nostalgie, vermögen wir oft nicht Recht zu sehen, welch ein großer Wert hinter dem Preis unserer Trauer steht. Wir waren uns so nah. Augen, die mich genau so sahen und annahmen, wie ich bin. Warme Herzen, die Grenzen sprengten und mir einen Raum gaben, in dem ich nur ich sein durfte. Auch wenn dieser Raum zur flachen Dimension der Erinnerung verkam, so rahmt das verbliebene Bild an unsere Kraft zu lieben. Wie das Leben selbst hat

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Fall von Liebe

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Im Fall von Liebe, fallen Masken, fallen wir frei; man könnte sagen, wir fliegen.

Wo die Liebe aber hinfällt, da steht sie auch wieder auf.

Wo ich mir verboten habe zu fühlen, da muss ich mir vergeben.

Sonst kann ich nur mit schwerer Last weitergehen, kann nicht wirklich auf eigenen Beinen stehen,

nur noch in verzerrte

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Besuch vom Tod

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(Triggerwarnung) Ich habe heute jemanden vor meinem Küchenfenster sterben sehen. Ich kannte ihn nicht. Und doch will ich ihm diese Zeilen widmen: Ich sah ihn erst als die Sanitäter versucht haben seinen blau angelaufenen Körper zu reanimieren. Er war vielleicht Ende 50, bekam wohl aus unerfindlichen Gründen keine Luft mehr. Polizei und Rettungsdienst versuchten alles, doch mit jeder Minute schwand die Hoffnung für dieses fremde Leben. Es ist eine Sache vom Tod zu hören und eine Andere, ihm unerwartet auf dem Asphalt vor der eigenen Haustüre zu begegnen. Wer war dieser Mann? Hatte er Familie? Ruft die Polizistin, die das Handy ans Ohr geklemmt hat, sie

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Welche Liebe lässt Du zu?

Erst wenn wir es besser wissen, können wir es auch besser machen. Nicht früher und nicht später. Auch in Sachen Beziehungen. In einer Gesellschaft der Selbstoptimierer heißt es: Lern (schnell) aus deinen Fehlern. Aber die Wahrheit ist, machmal machen wir Fehler und lernen nicht daraus. Zumindest sehr, sehr lange nicht. Wieder und wieder kehren wir zurück in unsere ungesunden Verhältnisse, weil wir glauben es nicht besser verdient zu haben. Steven Chabowski hatte wohl Recht als er schrieb „Wir akzeptieren nur jene Liebe, von der wir glauben, dass wir sie verdienen.“ Was glaubst Du über dich in Sachen Liebe? Glaubst Du an eine Liebe, für die Du nur eine Option bist? Glaubst Du an eine Liebe, die heute Nacht dann doch lieber neben jemand Anderem einschläft? Glaubst Du an eine Liebe, für die Du nicht mehr als ein hübsches Accessoire bist? Glaubst Du an eine Liebe, die dich zur geselligen Unterhaltung ihrer Freunde bloßstellt? Glaubst Du an eine Liebe, die eigentlich mit ihrem Job verheiratet ist? Glaubst Du an eine Liebe, die dir täglich eintrichtert, du seist das Problem? Glaubst Du an eine Liebe, die dein Nein nicht respektiert? Glaubst Du an eine Liebe, die dich verbraucht statt dich zu lieben? Glaubst Du an eine Liebe, für die Du nur Eine von vielen Drogen bist? Glaubst Du an

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Väter – Lesarten Der Liebe

„Mein Vater zeigt mir keine Liebe.“ Heute zum Vatertag will ich dich einladen, die Beziehung zu deinem Vater mal neu zu betrachten. Es gibt sehr verschiedene Sprachen der Liebe und vielleicht hast du bis heute vergeblich darauf gewartet, dass Vater DEINE Sprache spricht. Auch wenn die paradoxen Rollenerwartungen an Mütter noch immer größer sind und daher mehr diskutiert werden, sind die Erwartungen an Väter auch nicht frei von Widersprüchen: Zum einen wird oft

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Optimieren oder Akzeptieren?

Perfektionismus ist nur die High Fashion Variante der Angst. Angst durchgestylt von Kopf bis Fuß, makellos bis zur Bewegungslosigkeit drapiert. Und hinter der teueren Sonnenbrille versteckt sich ein panisch wacher Blick, der sagt „Was, wenn ich noch immer nicht genügen kann?“ Was wir am meisten an uns hassen, sehnt sich in Wahrheit nur nach Liebe. Schönheitsideale, Erwartungen der Familie und blinder Ehrgeiz greifen in unserer Leistungsgesellschaft mehr und mehr um sich. Wir setzen uns selbst unter Druck und behaupten das sei ehrenwert; sehen Stress als Zeichen für Bedeutsamkeit und romantisieren mit „Leidenschaft“, was Leiden schafft.
„Reiß dich zusammen!“, sagt die Angst. „Mach dich nicht lächerlich!“ „Versteck gefälligst deine Fehler!“ Wie Oberbefehlshaber treiben wir uns selbst. Wo hat hier Selbstliebe ihren Platz? Dieser Teil in Dir, der

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Großherzigkeit

„Er/Sie hat ein wirklich großes Herz.“ sagen wir mit Bewunderung über Menschen, die anderen und ihren Emotionen viel Raum geben können. Dem Bild des „großen Herzens“ liegt genau diese Idee zu Grunde, das viel Raum für andere da ist. Aber, was sich der großherzige Mensch seltener eingesteht, ist, dass, um sich selbst geliebt zu fühlen, eben dieser große Raum gefüllt werden will. Wir gestehen es uns vielleicht ungern ein, aber die Kapazität zu lieben, deckt sich oftmals mit dem Bedarf danach, wiedergeliebt zu werden. Oft fühlen sich diese Menschen daher auch 

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Das „Nein“ aus Liebe…

Wenn ich liebe, wie könnt ich da Grenzen aufzeigen? Wenn das Herz doch Ja schreit, wie könnte ich da Nein sagen? „Liebe“ erscheint mir als Wort oftmals überschätzt und als erfahrbare Energie weit unterschätzt. Denn ihre Formen und Farben sind unheimlich vielfältig. Für die erwähnte Fusion von Pragmatismus und Liebe, scheint mir die bewundernswerte Energie des Mütterlichen ein gutes Vorbild zu sein. Ich bewundere was Mütter täglich leisten. Mütter setzen Grenzen, schimpfen und verbieten. Und gleichzeitig schwingt da immer diese

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Lichtwärts

Verloren in einer lauten Welt, gewinnen kann nur wer auch mal fällt.

Mach dich nicht kleiner und tu nicht so groß. Lass mal los.

Versuch nicht alles alleine hinzukriegen. Lass dich mal fallen und du wirst fliegen.

Bist geflogen damals, als noch zählte, was DU von dir hältst. Egal wie oft sie gelogen haben, geh und vertrau dir mal wieder selbst.

Lass die Stimmen reden, und geh mal wieder fühlen. Steh in der Mitte, statt zwischen den Stühlen.

Manchmal ist er weit; der Weg vom Kopf zurück ins Herz.

Manchmal ist er weit, aber die Reise ist’s wert.

Brücken hinter dir werden abgebrannt und vor dir sind sie im Bau.

Zaghafte Schritte und dann wird gerannt.

Kein da hinten mehr, nur noch ein lichtwärts voran.

Dann lacht das Mädchen in der Frau,

dann lacht der Junge im Mann.

Helle Kinderstimmen im Spiel,

der Rückenwind von Ziel zu Ziel,

zum Glücklich Sein braucht’s nicht viel.

Renn, Junge, renn.

Renn, Mädchen, renn.

Brenn, mein Licht, brenn.

Gewinnen kann nur wer auch mal fällt,

lehn dich ins Leben,

so gewinnt man die Welt.

by Javier Rubin Grassa
(illustration: Javier Rubín Grassa)
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