Das Organ aus Feuer

Ein Tag der Einheit; Anlass sich an stürzende Mauern zu erinnern. Mauern aus Ziegel und Zement, aber auch Mauern aus „Du bist mir fremd!“ Statt uns hinter Rücken über Köpfe zu erheben, lasst uns Rücken stärken und mutig miteinander reden: Den Nachbar fragen wie’s ihm geht, den Obdachlosen, wie er lebt. Sich mal wieder bei den Vergessenen melden, ehren wir unsere Alltagshelden. Die Einheit zwischen Dir und mir ist ein direktes Abbild von der Einheit in mir. Wenn in mir die Mauern fallen, fallen die Mauern womöglich auch im Wir.
Wenn die Armee der Träumer Brücken baut,
ist unser Verstand und unser Land nicht mehr zu klein. Während der Realist weiter kalter Anatomie vertraut; wird mein Herz dann ein Organ aus Feuer sein.

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Vom Übermut

Motivation ist eine Industrie geworden. Vielerorts eine Waffenindustrie, die Angst nicht annehmen, sondern ihr den Kampf ansagen will. Super optimierte Performer sollen wir werden im Krieg gegen diese vermeintliche Schwäche. Bei derartigem Übermut, blicke ich in fast schon soziopathe Augen. Mit einem übermotivierten Lächeln wird mir dann verkündet: „Ich kann alles schaffen; Angst kenne ich nicht mehr!“ Das wiederum macht mir Angst. (Gott sei dank!)
Viele halten Mut für Furchtlosigkeit, dabei ist Mut trotz Furcht los zu legen. Mut heißt nicht sich mit irgendwelchen Mantras zum Übermenschen zu machen und unwilkommene Gefühle zu verleugnen. Mut ist, die Angst liebevoll an die Hand zu nehmen und es trotzdem zu tun. Wir sind die Helden unsrer Geschichte. Angst ist eine Randnotiz und unsere Seiten füllt das Wagnis. Dein nächstes Kapitel schreibst Du allein…

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Augen sind nutzlos für das blinde Herz

Ahoi! Wir schauen sie an: Die Blinden, Kranken und die Amputierten. Mit gönnerhaftem Mitleid schütteln wir den Kopf: „Nichts für Ungut; so könnte ich nicht leben!“ Und so tragen uns unsere Beine jeden Morgen zu einem Job, den wir hassen. So schauen wir den ganzen Tag auf einen Bildschirm, statt in geliebte Gesichter. So hören wir lieber Sensationen als die Sorgen eines Freundes. Und so schimpfen wir lieber über unseren Chef als unsere Kollegen zu loben. Augen sind nutzlos, wenn das Herz erblindet. Beine sind nutzlos, wenn Neugier amputiert ist. Ohren sind nutzlos, wenn Nächstenliebe taub geworden ist. Und der Mund ist nutzlos, wenn die eigene Wahrheit verstummt. Und so manch einbeiniger Blinder schüttelt darüber stumm den Kopf. Denn nichts für ungut, aber so könnte er nicht leben!

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Wähl deine Wirklichkeit

Ahoi! ✨ Im „Wir“ wie auch im „Dir“: Richte Du deine Aufmerksamkeit und sieh: Dorthin fließt die Energie. Du hast die Wahl! Ist das Glas „halb voll“, „halb leer“ oder „ist das einfach ein wunderschönes Glas!“ Die Wahl deiner Gedanken beeinflusst deine Gefühle, dein Handeln, deine Wahrnehmung – kurz: Deine gesamte Wirklichkeit. Wähle also Du die Gedanken im Staat deiner Persönlichkeit ganz bewusst, damit Frieden einkehrt. Erheb deine Stimme. Wenn sich Gedanken von Hass und Fremdenfeindlichkeit im Staat breit machen, dann bist vielleicht Du der eine Gedanke, der Nächstenliebe siegen lässt. Deshalb wähle dieser Tage nicht nur deine Gedanken mit Bedacht, sondern auch deine Regierung. Schätze die Freiheit, um die viele Menschen noch immer kämpfen müssen und geh wählen! Ein Reiskorn kann die Waage kippen, also erhebe deine Stimme, denn deine Wahl, sie hat Gewicht. Im Dunkeln einer ungewissen Zukunft formieren sich sodann Funken zu einem unübersehbar hellen Licht. ✨🙏🏼✨ XOXO Raphael

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Du bist genug.

Ahoi! ✨ Jetzt, da ich nicht mehr perfekt sein muss, kann ich endlich gut sein. Weil wir glauben, wir seien morgen erst vorzeigbar, zeigen wir heute nicht, was wir können. Und dieses „heute“ hört nie auf. Im Goldkäfig des „perfekten“ sitzt man lebenslänglich, dabei ist der Schlüssel nur ein ehrliches „genug!“ – Zum Einen: Genug der Erwartungen von Leuten, die sich eh nie für deine Wahrheit interessieren werden. Zum anderen: Ich genüge! Was ich heute tue, schaffe und nicht schaffe ist heute schon genug. Du hast die Wahl in deinem düsteren Versteck ein unsichtbares Perfekt zu jagen, oder aber am Licht des Tages „Ich bin heute schon genug“ zu sagen. ✨🙏🏼✨ XOXO Raphael

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Herbst im Herz

Ahoi! 🍂 Der Herbst und kürzere Tage schlagen Manchem auf’s Gemüt. Aber vielleicht sind dies keine dunklen Zeiten, sondern Tage, die auf Neues vorbereiten. So wie der Baum so seine Blätter lässt, lass auch Du deine leblosen Gewächse los. Öffne die geballte Faust aus Wut, Angst, Ehrgeiz und Gefallsucht. Lass fallen, was dich schwer macht und, in was Du dich verbissen hast, spuck’s aus. Leere deinen Geist, damit Platz ist für mehr Leben. Freu dich an den Früchten deines Sommers und erlaub deinen Ästen ihre Leichtigkeit. Erlaub deinen Zweigen kahl zu sein, sieh sie nicht als schwach und klein, im Vertrauen wirst du sehen, dass 

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Enttäuschung: Das Ende der Täuschung

 

MutHafen Selbstvertrauen Achtsamkeit Spiritualität

Ich will dich heute einladen, die Enttäuschung als wortwörtliches Ende einer Täuschung zu betrachten. Oft zerbrechen nämlich nicht Herzen, sondern lediglich Erwartungen. Jedes Ende ist ein Anfang. Und an diesem Anfang, dem Ende der Täuschung, beginnt ein Stück mehr Wahrheit. Je mehr Wahrheit wir im Beziehungsdschungel aus Erwartung, Projektion und Rollenwirrwar entdecken, desto entspannter werden wir im Miteinander und auch mit uns selbst. Und trau dich: Sei auch Du eine Enttäuschung! Ent-täusche all jene, die von

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L(i)ebe wohl…

Ich habe gelebt, geliebt und ich habe verloren. Kürzlich lag ich noch lange wach gequält von einem Gedanken: Igendwann müssen wir jedem Menschen, dem wir jemals nahe waren, „Lebe wohl“ sagen. Das ist kein melodramatischer Mittzwanziger Herzschmerz, sondern biologischer Fakt. All diese tollen Menschen und Wesen in meinem Leben, sie alle muss ich irgendwann loslassen, weil es, entweder für sie oder für mich, Zeit ist zu gehen. Jeder großen und kleinen Liebe werden wir „Leb wohl“ sagen müssen. Ich will ehrlich mit euch sein: Mir hat der Gedanke, so zu Ende gedacht, eine

(illustration: Jav Rubin)

Scheißangst bereitet. Brene Brown nennt das auch „Foreboding Joy“, eine verhängnisvolle Freude: Der Moment, wenn wir realisieren, das gerade alles perfekt ist, wenn die Mutter ihr friedlich

schlafendes Baby ansieht, wenn wir gerade am glücklichsten scheinen, gerade dann fragen wir uns „Aber was wäre wenn…“ „was wenn all das vorübergeht?“ „Was, wenn ihm/ihr etwas

schreckliches zustößt?“ Wir verlassen das Glück, um im Kopf schon die Tragödie zu proben. So ging es auch mir in besagter Nacht. Letztlich, nachdem kein Angstschweiß und keine Träne mehr übrig war, kam mir eine leise aber fundamentale Ahnung: Genau darin besteht der Schatz des Lebens. Die Kostbarkeit liegt in eben dieser Realisierung, dass alles vergänglich und kein noch so kleiner Funke Freude selbstverständlich ist. Am Ende bereuen wir nicht was wir riskiert, sondern was wir nicht gewagt haben. Umfragen unter Hinterbliebenen von Unfallopfern zum Beispiel haben ergeben, dass es nicht die großen sentimentalen Momente sind, die sie vermissen, sondern die kleinen Momente: „Das Geräusch vom Türschloss, wenn er von der Arbeit kommt“ „Das leise Atmen, wenn sie schläft“ „Die belanglosen Geschichten, die er immer mit einem solch herzzerreißenden Stolz erzählt hat.“ All diese Menschen haben sich am Ende gewünscht, sie wären präsenter mit diesen kleinen Momenten gewesen, hätten sich mehr ins Glück gelehnt, statt das unvermeintliche Ende zu fürchten. Und genau das ist auch meine Konsequenz; Dankbarkeit nicht als fancy „Mindset“, sondern als gesunder Menschenverstand. Immer wenn ich Angst bekomme, dass es enden wird, sage ich tief in meinem Herzen Danke und lehne mich noch weiter in den Moment. Denn dann werde auch ich irgendwann von der Welt gehen mit der Gewissheit: Ich habe gelebt!

Hier das Visual Statement zum speichern, ausdrucken, teilen, tweeten, regrammen und dergleichen…

loslassen dankbarkeit

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Tanz mal drüber nach…

Gerade wir Vieldenker sollten auch mal runterkommen. Runter von der ewigen Metaebene, rein ins wache Leben. Neue Erfahrung wagen, statt Alte totzuanalysieren. Es gibt Dinge, die sind ernst, aber schwer machen wir’s uns letztlich selbst. Es gibt immer eine Perspektive, die uns frech zuzwinkert mit der Einladung, dieses ganze Besser-Leben-Projekt ein klein wenig leichter zu nehmen. Und nur weil es leicht sein darf, wird’s nicht weniger wichtig. Heute aber ist dein Feuer wichtiger als Wissen. Im Club oder Zuhause: Lass da mal ’ne Nacht drüber tanzen. Randalier dich vom Kopf zurück in Herz. Lass dir von Gelegenheit einen ausgeben und schmeiß heut Liebe wie Konfetti. Lass dich heut mal

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