Große Träume & das kleine Glück

„Dream Big!“, haben sie gesagt. „Du kannst alles sein, haben und tun.“ Ja? Kann ich das? Beziehungsweise will ich das überhaupt? Alles haben, sein und tun? Es scheint mir als baute ich an einem Turm ohne Dach. Und das nur, weil ich nicht auf ein Dach warte, sondern auf jemanden, der mir sagt „hier oben ist heute schon hoch genug. Mach ein Dach und komm mal wieder runter. Du bist genug.“ Das tut aber niemand. Die sind zu beschäftigt mit ihren eigenen Türmen; Ohne Bauplan aber mit Sky-Is-The-Limit-Mentalität. Was aber, wenn uns das Einfach nur Sein glücklicher macht, als das Stein auf Stein Tag und Nacht. Was, wenn die Sprossen der Karriereleiter doch nur Gitterstäbe sind und das

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Ankommen: Hier & Jetzt

Dieser Tage schauen Viele mit Unmut auf die politischen Verhältnisse der Welt. Gerade wir Deutschen haben eine Vergangenheit, die wir nicht wiederholt sehen wollen. Deshalb wird debattiert über fatale Zukunftsszenarien und eine zu vermeidende Vergangenheit. Vergangenheit und Zukunft sind gute Berater, aber schlechte Herrn. Wahre Macht entfaltet sich nicht nur im erhabenen Rückblick oder in der Theorie einer Zukunft. Unsere wahre Macht liegt im Hier & Jetzt. Ob als Bürger oder im

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Lichtwärts

Verloren in einer lauten Welt, gewinnen kann nur wer auch mal fällt.

Mach dich nicht kleiner und tu nicht so groß. Lass mal los.

Versuch nicht alles alleine hinzukriegen. Lass dich mal fallen und du wirst fliegen.

Bist geflogen damals, als noch zählte, was DU von dir hältst. Egal wie oft sie gelogen haben, geh und vertrau dir mal wieder selbst.

Lass die Stimmen reden, und geh mal wieder fühlen. Steh in der Mitte, statt zwischen den Stühlen.

Manchmal ist er weit; der Weg vom Kopf zurück ins Herz.

Manchmal ist er weit, aber die Reise ist’s wert.

Brücken hinter dir werden abgebrannt und vor dir sind sie im Bau.

Zaghafte Schritte und dann wird gerannt.

Kein da hinten mehr, nur noch ein lichtwärts voran.

Dann lacht das Mädchen in der Frau,

dann lacht der Junge im Mann.

Helle Kinderstimmen im Spiel,

der Rückenwind von Ziel zu Ziel,

zum Glücklich Sein braucht’s nicht viel.

Renn, Junge, renn.

Renn, Mädchen, renn.

Brenn, mein Licht, brenn.

Gewinnen kann nur wer auch mal fällt,

lehn dich ins Leben,

so gewinnt man die Welt.

by Javier Rubin Grassa
(illustration: Javier Rubín Grassa)
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Lebe voll, hilfloser Helfer…

(illustration: Jav Rubin)
(illustration: Javier Rubín Grassa)

ahoiHilfst du gern anderen Menschen? Ich schon. Es bereitet mir Freude für andere von Wert zu sein. Aber was bin ich mir in diesem Austausch wert? Mir begegnen oft herzliche, wohlmeinende Leute, die voller Tatendrang sind, Familienmitgliedern zu helfen, Freunde zu trösten und Bekannte zu unterstützen. Doch oft stell ich dann die Frage „Bist du auch für dich da?“ Viel zu oft wollen wir abgeben, was wir eigentlich garnicht übrig haben; unser eigenes Glas ist leer und trotzdem

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Sei mal ein Niemand…

(by Jav Rubin)
(Illustration: Javier Rubín Grassa )

ahoi

Hat dir auch schonmal jemand prophezeit, wer oder was du werden solltest? Wenn uns eine gute Freundin mit einem berührenden Ständchen von ihren Gesangqualitäten überzeugt, dann würden wir sie für gewöhnlich mit leuchtenden Augen anschauen und ihr raten: „Du solltest Sängerin werden!“ – Sie sollte Sängerin werden?! – Was war sie, als sie gerade eben für uns gesungen hat? Eine Jukebox? Glauben wir tatsächlich, die Welt da draußen, Dieter Bohlen oder sonst wer müsste darüber entscheiden, ob unsere talentierte Freundin sich „Sängerin“ nennen darf.

Ich selbst fühlte mich oftmals wie ein großes Fragezeichen, das vor anderen so tun muss, als sei es ein Ausrufezeichen. Das macht die Zwanziger wohl aus. Identitätsfragen; was wird mich in dieser Welt mal ausmachen? Aber auch die Außenwelt würde das gern klar definiert haben. Denn dann ist man brav berechenbar. Einen Jemand kann man besser kontrollieren, als einen selbsternannten Niemand. Aber wo hat da Neugier ihren Platz? Wo das Mutige Ausprobieren? Und wo begegnen wir da noch dem Mysterium im Werden?

Ich nutze gerne soziale Medien und bin sehr dankbar, dass es sie gibt. Gleichwohl lässt sich nicht leugnen, dass Likes, Follower und Selfies einen Narzissmus befeuert haben, der uns, rein menschlich, dann doch oftmals im Wege steht. Wir suchen im Außen eine Identität, die letztlich

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Die Mutige hinter Eat, Pray, Love

ahoi

Der ein oder andere wird den Film „Eat Pray Love“ von 2010 gesehen haben und einige kennen vielleicht sogar das vorangegangene Buch. Was die wenigsten kennen, ist die echte Liz hinter dem biografischen Bestseller: Elizabeth Gilbert. Spätestens als der Film im Mainstream angekommen ist, haben viele von uns „Eat, Pray, Love“ als romantischen Kitsch abgetan. Aber selbst die, die mit ihrem Werk nichts anfangen können, möchte ich einladen, den Mensch Elizabeth Gilbert näher kennenzulernen. Denn eins muss man ihr lassen: Es erfordert beneidenswerten Mut, sein innerstes vor einem Millionenpublikum derart nach außen zu kehren. Hier kannst du in Erfahrung bringen, wie ihr das gelungen ist und, was sie zu der starken Frau gemacht hat, die sie heute ist. Und wer könnte besser Elizabeth Gilbert vorstellen als  Elizabeth Gilbert selbst und ihre Werke. (Wer der englischen Sprache nicht ganz so mächtig ist, kann unten rechts im Youtube Player „Untertitel“ und unter Einstellungen die automatische Übersetzung einschalten.)

Leseempfehlungen zum Thema:
Big Magic: Nimm dein Leben in die Hand und es wird dir gelingen
Eat Pray Love Made Me Do It: Life Journeys Inspired by the Best-Selling Memoir

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Warum du auch alleine tanzen solltest…

ahoi

Ob im Club oder auf der WG-Party; viele von uns tanzen gerne, vorausgesetzt, man ist nicht die oder der Einzige. „Alleine tanzen ist doch peinlich!“ Ist es das? Oder ist es vielleicht so mutig, dass es uns unangenehm ist, zu sehen, dass sich jemand anderer traut, was wir nie wagen würden. Fest steht aufjedenfall, dass in jedem Partyvolk irgendeiner den ersten (Tanz)Schritt gemacht hat und alle anderen dazu ermutigt hat, seinem oder ihrem Beispiel zu folgen. Ich denke, diese Fähigkeit, Pionier zu sein, rettet nicht nur die ein oder andere Party, sondern letztlich retten diese Pioniere die Welt. (siehe Jeanne d’Arc, Ghandi, Martin Luther King etc.)

Ich will dich nicht nur ermutigen, deine Anführerqualitäten zu erkennen, sondern vielmehr deine Qualität das Gute, Richtige und Wichtige voll zu unterstützen. Wenn du dich auf der nächsten WG-Party nicht traust als erstes die Tanzfläche zu erobern, dann feier den Wegbereiter, der dir zuvorkam. Wenn du jemanden findest, der besser kann, was du gut kannst, beneide ihn nicht, sondern unterstütz sein Schaffen, so wie auch du unterstützt werden willst. Es mag paradox klingen, aber die Erfahrung hat mir gezeigt: Was wir bereitwillig geben, kommt um ein vielfaches zu uns zurück.

Hier noch eine kleine Anregung von Derek Sivers.

signatur

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